Wie schnell ein Kalenderauftrag startet, entscheidet sich an der Rampe. Kommen Bögen, Rückwände, Aufhänger und Drahtkamm vollständig, sortiert und gekennzeichnet an, beginnt das Zusammentragen am Tag nach dem Wareneingang. Fehlt ein Monat oder liegen zwei Titel gemischt auf einer Palette, wird erst gesucht, gezählt und umgestapelt. Dieser Ratgeber beschreibt, wie Sie oder Ihre Druckerei das Material für die Bindung anliefern: Paletten, Stapelrichtung, Kennzeichnung je Blatt, Teillieferungen und der Umgang mit Fehlmengen.
Was muss für einen Kalenderauftrag angeliefert werden?
Gedruckt wird bei Ihnen oder Ihrer Druckerei: Bögen, Deckblätter, Rückwände und Einleger kommen bedruckt und auf Endformat geschnitten zu uns. Zur Bindung gehören außerdem das Bindematerial und die Verpackung. Drahtkamm, Spirale, Binderücken, Aufhänger, Ösen, Klemmschienen und Beutel stellen Sie bei – oder APOOL WERKE beschafft sie nach Ihrer Vorgabe und rechnet mit Beleg ab. Die folgende Tabelle zeigt, was wir je Material brauchen und woran es in der Praxis am häufigsten hakt.
| Material | Anlieferung | Kennzeichnung | häufiger Fehler |
|---|---|---|---|
| Monatsblätter | je Monat sortenrein gestapelt, auf Endformat geschnitten | Titel, Monat, Stückzahl an jeder Palette und jedem Stapel | mehrere Monate ungetrennt auf einer Palette |
| Deckblatt und Rückwand | eigener Stapel oder eigene Palette | Titel, bei Werbekalendern Versionskürzel | Rückwände einer Version fehlen oder sind zu knapp |
| Drahtkamm | in Rollen oder abgelängt, Teilung und Durchmesser laut Muster | Teilung, Durchmesser, Farbe | falsche Teilung zur Lochreihe |
| Aufhängebügel, Ösen, Klemmschienen | im Karton, nach Größe getrennt | Länge bzw. Größe, Stückzahl | Bügellänge passt nicht zum Format |
| Einleger | eigener Stapel | Titel, Stückzahl | Einleger kommen nach den Bögen |
| Beutel oder Folie | im Karton | Format, Stückzahl | Beutel zu eng für Kalender mit Bügel |
| Versandkartons | flach auf Palette | Kartonmaß, VE | Karton passt nicht zur VE |
Wie sollten die Paletten gepackt sein?
Am einfachsten verarbeiten wir Bögen auf Europaletten, je Palette ein Titel und – bei großen Auflagen – je Stapel ein Monat. Zwischen den Stapeln hilft ein farbiges Trennblatt oder ein Zwischenkarton. Die Stapel sollten mit Kantenschutz und Umreifung gesichert sein, damit die Ecken beim Transport nicht stauchen; ein geknicktes Deckblatt kann nicht gebunden werden. Achten Sie auf eine Stapelhöhe, die die Palette nicht kopflastig macht, und legen Sie oben eine Abdeckung aus Karton gegen Feuchtigkeit und Staub auf.
Kleinere Mengen, etwa Rückwände für einzelne Werbekunden oder Nachlieferungen eines Monats, können auch als Paket kommen. Wichtig ist dann, dass jedes Paket wie eine Palette gekennzeichnet ist.
Warum ist die Stapelrichtung wichtig?
Beim Zusammentragen nimmt die Mitarbeiterin die Blätter aus den Fächern immer in derselben Lage: Vorderseite oben, Bindekante zu sich. Liegen die Stapel bereits so auf der Palette, wie sie ins Fach gehören, entfällt das Wenden. Liegen dagegen einzelne Stapel mit der Rückseite nach oben oder um 180 Grad gedreht, muss jeder Stapel gedreht werden – und genau hier entstehen Blätter, die im fertigen Kalender auf dem Kopf stehen.
Bitte vereinbaren Sie mit Ihrer Druckerei deshalb eine einheitliche Stapelrichtung für alle Monate eines Titels: Bildseite oben, Kopf zur gekennzeichneten Palettenseite. Dieselbe Regel gilt für Deckblatt und Rückwand. Auf dem Erstmuster fotografieren wir die Lage, damit alle Beteiligten dasselbe Bild vor Augen haben.
Wie wird jedes Blatt eindeutig gekennzeichnet?
Außer der Kennzeichnung der Palette hilft eine kleine Markierung auf dem Blatt selbst: ein Monatskürzel oder eine Blattnummer im Beschnitt- oder Randbereich, der im fertigen Kalender nicht stört, zum Beispiel neben der Lochreihe unter dem Drahtkamm. Bei Kalendern, deren Bildseite keinen Monatsnamen trägt, ist diese Markierung besonders wertvoll. Bei Werbekalendern gehört das Versionskürzel auf jede Rückwand.
Der Palettenzettel sollte mindestens enthalten: Titel oder Artikelnummer, Monat oder Blattart, Stückzahl je Stapel und je Palette, die laufende Nummer der Teillieferung und Ihren Auftragsbezug. So können wir beim Wareneingang gegen Ihren Lieferschein buchen und die Fotodokumentation eindeutig zuordnen.
Sind Teillieferungen möglich, und wie werden sie geplant?
Teillieferungen sind in der Kalendersaison die Regel. Eine Anfrage im Juni sichert einen festen Bindeslot zwischen August und Oktober; die Bögen dürfen in Teillieferungen kommen, gestartet wird mit der ersten vollständigen Charge. Entscheidend ist, dass jede Teillieferung einen Titel vollständig enthält – alle Monate, Deckblatt und Rückwand. Eine Palette nur mit Januarblättern verschiedener Titel lässt sich nicht verarbeiten, bis der Rest da ist.
Die Transportkosten hängen von Entfernung und Menge ab. Eine Palette als Stückgut aus dem Weinviertel (123 km bis Slavonice) kostet rund 85 €, aus Altenburg (189 km) rund 87 € und vom Niederrhein (652 km) rund 188 € je Richtung. Ein Komplett-LKW vom Niederrhein liegt bei rund 1.195 € und rechnet sich, sobald viele Paletten auf einmal fahren. Die Abholung bei Ihrer Druckerei veranlassen unsere Partnerspeditionen binnen 24 Stunden nach Ihrer Meldung; die Bögen gehen an den nächsten Betrieb oder direkt nach Moravská Třebová, gebunden wird in Moravská Třebová und Bludov. EU-Binnenmarkt – kein Zoll, keine Ausfuhranmeldung; Lieferschein und Pro-forma-Rechnung für den Warenverkehr genügen.
Was sollten Sie zum Bindematerial besonders beachten?
Drahtkamm und Bügel sind klein, aber sie entscheiden über das Aussehen des fertigen Kalenders. Die Teilung des Kamms muss zur Lochreihe passen, die wir stanzen – 3:1 für Blöcke bis rund 12 mm, 2:1 für dickere Blöcke bis rund 25 mm. Der Durchmesser richtet sich nach der Blockstärke einschließlich Deckblatt und Rückwand; ist er zu klein, schließt der Kamm nicht, ist er zu groß, schlackern die Blätter. Deshalb legen wir Teilung und Durchmesser am Erstmuster fest und bestellen oder prüfen das Material erst danach.
Bei Aufhängebügeln zählt die Länge im Verhältnis zur Kalenderbreite, bei Ösen der Innendurchmesser, bei Klemmschienen die Länge und die Klemmkraft für die Blattzahl. Liefern Sie von allem eine kleine Menge zusätzlich, weil beim Einrichten der Maschine und bei der Nacharbeit von Fehlbindungen Material verbraucht wird. Farben sollten Sie vorab mit einem Muster abstimmen: „Silber“ ist nicht bei jedem Hersteller dasselbe.
Was passiert bei Fehlmengen oder beschädigter Ware?
Jede Lieferung wird beim Eingang gezählt und fotografiert. Stimmt die Menge nicht mit dem Lieferschein überein oder sind Stapel beschädigt, melden wir das am selben Tag mit Fotos. Beim Zusammentragen zeigt sich eine Fehlmenge spätestens, wenn ein Fach vor den anderen leer ist: Dann wissen wir genau, wie viele komplette Kalender sich aus dem vorhandenen Material bilden lassen, und nennen Ihnen die Zahl.
Planen Sie mit Ihrer Druckerei deshalb eine Reserve je Blatt ein, damit Makulatur beim Stanzen oder ein beschädigter Stapel die Auflage nicht verkürzt. Bei Werbekalendern mit kleinen Versionen ist eine großzügige Reserve an Rückwänden besonders wichtig, weil schon wenige fehlende Blätter eine Version unvollständig machen. Nicht verbrauchte Bögen und Rückwände liefern wir mit der Fertigware zurück oder lagern sie auf Wunsch mit ein.
Wie geht es weiter?
Bevor die erste Palette fährt, stimmen wir mit Ihnen Stapelrichtung, Kennzeichnung und Lieferreihenfolge ab – am besten anhand des Erstmusters. Schicken Sie uns über die Anfrage Titel, Auflage und geplante Liefertermine; Die Antwort von Elisabeth Zachová kommt innerhalb von 24 Stunden. Den Ablauf nach dem Wareneingang beschreibt die Seite So arbeiten wir.